Montag, 11. Juni 2012
SKZ: Ehrenamt Basis des Fußballs |
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Rothmund: Profis stützen Breitensport
SULINGENAls es im Jahr 1870 das erste Fußballspiel in Deutschland gab, war es noch ein Sport „der armen Leute", erklärte DFB-Vizepräsident Karl Rothmund in seiner Festrede zum 100-jährigen Bestehen der Abteilung Fußball des TuS Sulingen. Aber Fußball wurde bald mehr als nur ein Spiel, „mehr als 1:0", wie der frühere DFB-Präsident Egidius Braun es ausgedrückt habe. Inzwischen sind im DFB 6,7 Mio Mitglieder organisiert, 200000 Mannschaften tragen vier Millionen Spiele pro Jahr aus, davon allein 400000 in Niedersachsen. Das sei eine hohe gesellschaftliche Verantwortung für den DFB, die nur durch eine professionelle Organisation bewältigt werden könne, so Rothmund.
Aber ohne die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen ginge gar nichts, ohne sie gäbe es den Fußball nicht, betonte Rothmund. Die Ehrenamtlichen würden „Dienen um des Dienens willen“. Aber wichtig sei auch der finanzielle Erfolg des Fußballs. Und hier sähen viele die Bruchstelle zwischen Profis und Amateuren, beklagen „Der Kommerz macht alles kaputt!“. Rothmund widerspricht: Die Einnahmen aus TV-Rechten erzielen die Profi-Spitzenvereine, die unbestritten zuweilen nicht nachzuvollziehende finanzielle Verträge mit Spielern, Trainern und Managern abschlössen. Aber es fließe auch Geld von oben nach unten, 400000 Euro allein nach Niedersachsen, das hier den Amateurvereinen zugute kommt. Auch die Nationalmannschaft verschaffe dem DFB Einnahmen, die dieser unter anderem für das Talentförderprogramm, die Einrichtung von Nachwuchs-Leistungszentren zur Stärkung des Jugendfußballs, für das DFB-Schulfußballprogramm, die Bildung von Mädchen- und Frauenmannschaften verwende und nicht zuletzt auch das Ehrenamt werde gefördert: „Das Ehrenamt ist die Basis des Fußballs.“ Er überreichte Spartenleiter Peter Miklis einen Scheck des DFB als Präsent, nahm als Dank für seine Ausführungen „Bullenschluck“ und eine Chronik entgegen. Quelle. SKZ v. 11.06.2012
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